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Verführerisches Design: Wie der Wirtschaftsnobelpreis 2017 Softwareentwicklung beeinflusst
von Thomas Reppa
11. Oktober 2017

Am 9. Oktober gab das Nobelpreis-Komitee bekannt: Der Verhaltensökonom Richard H. Thaler erhält dieses Jahr den Wirtschaftsnobelpreis. Sein Themengebiet betrifft unsereins direkt im täglichen Leben.

Heute wurden Sie höchstwahrscheinlich schon von Richard H. Thaler manipuliert. Zwar nicht direkt von ihm – aber von seinen Theorien der Verhaltensökonomie. Haben Sie heute auf dem Weg zur Arbeit gebremst, weil Sie die Schilder mit Unglückszenarien auf der Autobahn gesehen haben? Oder in der Kantine statt Vanillepudding zum gesünderen Obstsalat gegriffen, da dieser in der Kühltheke vorne stand?

Thaler gewinnt Wirtschaftsnobelpreis 2017

Nun denken Sie vielleicht: „Das hat doch mit Wirtschaft gar nichts zu tun.“ Da liegen Sie falsch. Denn die Verhaltensökonomie, ein recht junger Zweig der Wirtschaftswissenschaften, beschäftigt sich mit eben dieser Grenzdisziplin zur Psychologie, Soziologie und Neurowissenschaften. Thaler versucht hauptsächlich eine Frage zu beantworten: Wo versagen bestimmte ökonomische Modelle in der Realität, weil Menschen einfach nicht immer rational handeln?

In Thalers Lehren menschelt es sehr – was auch der Grund für das Komitee war, ihn für den diesjährigen Preis auszuwählen. Er habe die „Wirtschaftslehrer menschlicher gemacht“ und für den jungen Bereich eine bemerkenswerte Grundarbeit geleistet. Teil dieser Arbeit ist der Begriff des „Nudgings“ (zu Deutsch: „Stupser“) – eben die Schilder auf der Autobahn, der gesunde Nachtisch zum Mittagessen. Diese Lehre beschäftigt sich damit, bestimmte Verhaltensweisen im Menschen zu konditionieren. Und das ohne direkt Verbote zu beschließen oder großartige Eingriffe in deren Freiheiten vorzunehmen.

Verführerisches Design: Facebook belohnt unser Gehirn

Freilich hagelt es hierfür Kritik – niemand wird gerne manipuliert. Dennoch sind wir von diesen Praktiken schon lange umgeben – Facebook Pull-to-Refresh-Funktion auf Smartphones ist eines der besten Beispiele. Der Nutzer wird dazu verführt, durch ein nach-unten-Swipens des Daumens seinen Feed zu aktualisieren. Jeder Swipe zieht so frischen Content und bedient so das Belohnungszentrum des Gehirns. 

Auch wir bei CoffeeCup sind nicht ganz unschuldig. Schließlich wollen wir, dass Sie unsere App gerne benutzen. Deswegen setzen wir auf ein cleanes, professionelles Design und eine einfache Nutzeroberfläche. Auch unsere Gamification-Ansätze sollen Spaß machen. Als UX-geriebene Software arbeiten wir zudem eng mit Ihnen, unseren Nutzern, zusammen, um weiterhin das ideale Tool für Ihre Firma bereitzustellen. Ein kleiner Stupser in eine bestimmte Richtung ist dann ja nicht weiter tragisch, oder?

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