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Holacracy: Das Führungsmodell der Zukunft?
von Linda Frantal
5. Juli 2017

Mehr Stadt als Firma: Die US-amerikanische Firma Zappos organisiert sich ohne Hierarchien und Chefs. Und das aus einem simplen Grund: Sie wollen innovativ und produktiv bleiben. Dieses Prinzip heißt Holacracy und es sieht grafisch dargestellt aus wie ein Teich voll mit Fischlaich. Wir erklären, wie es funktioniert und wie Sie es umsetzen.

Ton Steine Scherben-Sänger und Songschreiber Rio Reiser war kein besonders unternehmerischer Mensch. Seine Texte und Haltung eher dagegen, links orientiert, rebellisch. Gegen das Trotzdem: Mit dem unternehmerischen Prinzip Holacracy (zu Deutsch: Holokratie) wäre er vermutlich einverstanden gewesen.

Holokratie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt etwa “die Herrschaft aller”. Auf eine unternehmerische Struktur angewandt bedeutet dies: Das Unternehmen lässt Hierarchien fallen, organisiert sich nicht von oben nach unten, sondern in Rollen, Kreisen und Prozessen. Die Regeln für diese Prozesse sind in der Holocracy-Verfassung niedergeschrieben, die in der offenen Lizenz verfügbar ist. Derzeit beinhaltet das Regelwerk fünf Kapitel, welche die Basis der kollaborativen Entscheidungsfindung bilden.

  1. Rollen füllen: Der zentrale Bestandteil einer holokratischen Strukur. Hier werden Aufgaben und Pflichten abgedeckt. Eine Rolle wäre so etwa UX-Entwickler.
  2. Kreis-Struktur: Die Rollen werden in verschiedenen Kreisen mit spezifischen Kerngebieten organisiert. Der UX-Entwickler gehört so etwa dem Kreis Softwareentwicklung an.
  3. Governance-Prozess: Hier definieren die einzelnen Mitglieder eines Kreises die Rollen und Policies sowie de Grundregeln für Änderungsvorschläge und Einwände beziehungsweise Vetos.
  4. Operativer Prozess: Damit das Prinzip funktioniert, müssen sich die einzelnen Mitarbeiter auf einander verlassen können, es besteht deswegen die Pflicht zur gegenseitigen Unterstützung. Diese Regeln werden hier festgelegt.
  5. Angelegenheiten der Inkraftsetzung: Hier stehen Regeln zum Übergang von einer hierarchischen zu einer holokratischen Unternehmensstruktur.

Holacracy steht und fällt mit einem guten Unternehmensklima, mit Mitarbeitern, die sich ihrem Arbeitgeber verbunden fühlen, ihren Kollegen vertrauen und sie schätzen. Transparenz ist hier der Knackpunkt – die einzelnen Kreise dürfen nicht voneinander abgegrenzt werden und sollen wissen, was die anderen tun. Komplizierte Bürokratie wird ausgemerzt – und das sogar bei großen Konzernen.

Zappos, die prinzipiell das US-amerikanische Zalando sind, zählt über 1.500 Mitarbeiter und nutzt das Prinzip heute erfolgreich. Tony Hsieh, CEO der Firma, setzte das Systemik im Jahr 2013 durch. Im Blog der Firma vergleicht er Unternehmen mit Städten: Jedes Mal, wenn sich eine Stadt verdopple, steigt die Produktivität und Innovation pro Einwohner um 15 Prozent. Bei einer Firma sei dies das Gegenteil: Hier lasse die Produktivität und Innovation pro Mitarbeiter bei einer Vergrößerung nach. Holokratie sollte Zappos dabei helfen, mehr wie eine Stadt und weniger wie einer Firma zu funktionieren.

Holokratie bei CoffeeCup: Wie Holacracy mit CoffeeCup richtig implementiert werden kann

Klare Rollen und Aufgaben: CoffeeCup definiert Aufgaben und bietet Transparenz.

Transparenz ist ein Schlüsselbegriff der Holokratie – und bei CoffeeCup. Durch seinen integrativen und transparenten Aufbau öffnet CoffeeCup Rollen und ebnet Hierarchien, um so ein effektiveres, produktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen. Wie bei der Holokratie haben auch bei CoffeeCup verschiedene Rollen und Aufgaben, die ihnen in der App zugeordnet werden können. So ganz verlässt CoffeeCup die hierarchische Struktur damit nicht. Doch auch Tony Hsieh nennt sich nach wie vor CEO von Zappos. Ganz ohne geht es eben doch nicht. Doch das könnte sicherlich auch Rio Reiser einsehen.

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