Management
Debatte zum Acht-Stunden-Tag: Wie aktuell ist deutsches Arbeitsrecht?
von Thomas Reppa
15. November 2017

Weg mit dem Acht-Stunden-Tag und her mit flexiblen Arbeitszeiten: Geht es nach dem Rat der Wirtschaftsweisen wird in Deutschland bald das Arbeitszeitgesetz gelockert. Wie es aktuell ums Arbeitsrecht steht, wie es dazu kam und wie es künftig aussehen könnte.

Das aktuelle deutsche Arbeitszeitengesetz ist mittlerweile ein Bachelor-Student. Seit 6. Juni 1994 gelten die Paragraphen rund um den Acht-Stunden-Tag in seiner aktuellen Fassung. Die Wirtschaftsweisen fordern nun für die Sondierungverhandlungen der Jamaika-Koalition auch eine Aktualisierung des Arbeitszeitengesetzes. Dies halten allerdings nicht alle für eine gute Idee.

Die Geschichte des Acht-Stunden-Tages

Der Acht-Stunden-Tag feiert in Deutschland dieses Jahr seinen 99. Geburtstag. Im November 1918 wurde eine Version des aktuellen Gesetzes erstmals in die Bücher aufgenommen, schreibt die Wirtschaftswoche. Seinen Ursprung hat er allerdings schon früher und in England. Der walisische Sozialreformer Robert Owen erklärte ein Mensch solle “acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen und acht Stunden Freizeit und Erholung” genießen. Seit Ende des ersten Weltkriegs gilt diese Dreiteilung auch gesetzlich.

In Deutschland ist der Acht-Stunden-Tag fast hundert Jahre alt und deswegen laut den Wirtschaftsweisen auch hoffnungslos veraltet. “Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen”, sagte Christoph Schmidt, der Vorsitzende des Beratergremiums der Bundesregierung, der “Welt am Sonntag”. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung sei Agilität und Flexibilität ein immer größer werdendes Thema für Unternehmen.

48-Stunden-Woche statt Acht-Stunden-Tag: Flexibleres Arbeitsgesetz als Lösung

Der aktuelle Arbeitnehmerschutz in Deutschland habe sich zwar bewährt, sei aber in Teilen nicht mehr für die digitalisierte Welt geeignet. “So brauchen Unternehmen beispielsweise Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest.”

Die Lösung der Wirtschaftsweisen: Ein flexibleres Arbeitsgesetz, konkret eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Diese Empfehlung bekam die Bundeskanzlerin vom Rat schon vergangene Woche auch in deren Jahresgutachten.

Expertenmeinung: “Die Forderungen des Sachverständigenrats ärgern mich”

Acht-Stunden-Tag oder 40-Stunden-Woche? CoffeeCup ist flexibel, je nach Vereinbarung.

Ganz schön ärgerlich, findet zumindest Experte Dr- Andreas Hoff. Der Unternehmensberater unterstützt Firmen und Gewerkschaften bei der Entwicklung alternativer Arbeitszeitsysteme. Im SPIEGEL-Interview bezeichnet er die Behauptung, das Arbeitszeitgesetz sehe einen Acht-Stunden-Tag vor, als “falsch”. Das Gesetz liege nämlich nicht bei acht Stunden, sondern bei zehn Stunden. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit könne dank entsprechender Tarifregelungen auf bis zu neun Stunden verkürzt werden. Mit den entsprechenden vertraglichen und tariflichen Vereinbarungen könne der Arbeitnehmer schon jetzt sehr flexibel und trotzdem sehr legal arbeiten.

Egal, wie sich eine potentielle Jamaika-Koalition entscheidet, mit CoffeeCup stehen Sie auf der sicheren Seite. Denn die Software gibt Ihnen jetzt schon die Möglichkeit, die Arbeitszeiten Ihrer Angestellten und freien Mitarbeiter flexibel anzupassen. So können Sie mit Ihrem Mitarbeiter einen Acht-Stunden-Tag, eine 40-Stunden-Woche oder gar ganz flexible Arbeitszeiten vereinbaren. CoffeeCup hat die Möglichkeit, alle Varianten darzustellen und zu berechnen. Komme was wolle, CoffeeCup ist also jetzt schon für alle aktuellen und künftigen Gesetzeslagen gewappnet.

DEMO-TERMIN

Bereit uns kennenzulernen?

In wenigen Minuten erklären wir Ihnen CoffeeCup und Sie können es sofort testen.

CoffeeCup Blog
Das könnte Sie auch interessieren